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Was bedeutet Peak Oil?

Das Wort "Peak" steht im Englischen für einen Höhepunkt oder für eine Spitze in einer Kurvengrafik. Mit dem Begriff Peak Oil wird der Zeitpunkt bezeichnet, zu dem das globale Ölfördermaximum erreicht ist.

Die weltweite Ölförderung stieg zwischen 1930 und 1972 exponentiell an. Mit den Ölkrisen 1973 und 1979/83 setzte das exponentielle Wachstum aus, die Ölförderung ging etwas zurück und stieg im weiteren langsamer und nur noch linear an. Das sich seit 2004 abzeichnende Plateau wird von Meldungen begleitet, wonach im Frühjahr 2006 einige sehr große Ölfelder die Phase der Förderabnahme erreicht hätten oder sich schon darin befänden.

Betrachtet man die Erdölfördermengen einzelner Länder und Regionen, so zeigt sich, dass einzelne Länder ihr Erdölfördermaximum bereits überschritten haben:

Weltölförderung

(Quelle: Wikipedia - Peak Oil)

 

Die USA hatten hiernach in den 70er Jahren ihr Erdölfördermaximum erreicht. Um weiter Öl zu fördern müssen neue Quellen entdeckt werden. Neue Funde nehmen jedoch seit den 80er Jahren kontinuierlich ab. Nach den Daten der ASPO (Association for the Study of Peak Oil and Gas) ergibt sich folgende Situation:

Ölfunde nach ASPO

(Ölfunde von 1930 bis 2050 und Förderung bis 2006, Quelle: ASPO)

Hieraus lässt sich die zu erwartende Entwicklung hinsichtlich des zukünftigen Verlaufes der Fördermengen ableiten. Die Weltproduktion von Erdöl nach Studien der ASPO, CERA und weiteren Forschern und Verbänden, lässt sich daher darstellen wie folgt:

Weltproduktion nach Studien der ASPO, CERA und weiteren Forschern und Verbänden

(Kumulativer Verlauf und Projektion der Weltproduktion nach Studien 
der ASPO, CERA und weiteren Forschern und Verbänden, Quelle: Wikipedia, 
Urheber: Made by Khebab of The Oil Drum, Lizenz: CC-BY-2.5.)

Auf die Frage, wann der Höhepunkt der globalen Erdölförderung erreicht ist, wollen wir im nächsten Beitrag eingehen.