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Postfossile Mobilität

Die Ausgangsfrage ist, wie mobil sind wir in einer postfossilen Zukunft?

"Postfossile Mobilität nun stellt den inneren Zusammenhang her: von der Endlichkeit fossiler Kraftstoffe über sparsame Nutzung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien hin zu einer sicheren und finanzierbaren und allgemeinen Zugänglichkeit. In seiner Zielrichtung fügt sie sich in den Gesamtkontext einer zukunftstauglichen nachhaltigen Mobilität ein und stellt zugleich Anforderungen an das Mobilitätsverhalten und die Mobilitätsinfrastruktur der Zukunft.

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Für die Stadt- und Regionalplanung besteht in der Aktivierung der Sparpotenziale die größte Herausforderung und Aufgabe darin, Angebote und Informationen bereitzustellen, die noch vor (der fossilen!) Verkehrsentstehung greifen. Dazu gehören für eine demographische veränderte, das heißt "alte" Bevölkerung, sowohl die Sensibilisierung und Bereitschaft, alle Verkehrsparpotenziale zu nutzen, als auf die Förderung der Mobilitätsvielfalt durch attraktive energiesparsame Mobilität, eine finanzierbare Mobilitäts-Infrastruktur und eine abgestimmte, verkehrssparsame räumliche Planung.

Das postfossile Zeitalter fordert zweifellos andere Energie-, Verkehrs-und Produktionsstrukturen und verändert damit auch die Raumstrukturen. Wir werden deshalb nicht weniger, sondern anders mobil sein."[1]

 


[1] Würdemann/Held, "Auf dem Weg zur postfossilen Mobilität", Informationen zur Raumentwicklung 8/2006