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Ernährung & Landwirtschaft

Ernährung und Landwirtschaft ist nicht nur eine Frage der Versorgungssicherheit, sondern stellt für die Sicherheit eines Landes eines der zentralen Themen dar.

In der Studie "Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen" des Zentrums für Transformation der Bundeswehr läßt sich folgende Feststellung finden:

"Die Wahrscheinlichkeit schwerer, sicherheitspolitisch relevanter Versorgungskrisen wäre dort am größten, wo bereits heute geringe Level der Nahrungsmittelsicherheit vorherrschen. Probleme der inländischen Produktion oder generell unsicherer Handelsbeziehungen würden durch Peak Oil-induzierte Preisschwankungen noch stärker ins Gewicht fallen. Nahrungsmittelengpässe könnten allerdings auch in an sich autarken Staaten zu einem Problem werden, wenn die Nahrungsmittelproduktion in verschiedenen Landesteilen stark unterschiedlich ausgeprägt und die Verteilung ineffizient wäre oder als ungerecht empfunden würde."[1]

Steigende Transportkosten, aber auch die zunehmende Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen zur Biokraftstoffgewinnung, führen zu steigenden Nahrungsmittelpreisen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass die konventionellen Landwirtschaft auf einen erheblichen Einsatz von Produkten auf Erdölbasis angewiesen ist. Die Landwirtschaft in ihrer derzeitigen Form ist erheblich vom Erdöl abhängig. Öl wird dabei nicht nur als Kraftstoff oder zur Wärmeerzeugung (zum Beispiel in Gewächshäusern) eingesetzt, sondern ist insbesondere auch Ausgangsrohstoff für Pestizide und Düngemittel.

Die urbane Landwirtschaft, aber auch die Berücksichtigung regionaler und saisonaler Besonderheiten wird in der postfossilen Zukunft an Bedeutung gewinnen.

 


[1] Zentrum für Transformation der Bundeswehr, Peak Oil - Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen. (PDF)